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PITER

Russische Föderation
von Dorin Brennecke
erstellt am
19.02.2014

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PITER

ST. PETERSBURG - Europäische Lebensart am Finnischen Meerbusen?
- Kurzreise mit dem Rundreisespezialist Gebeco -

Ich bin in St. Petersburg angekommen, in RUSSLAND. Theoretisch, wenn ich das Visum in meinem Pass betrachte. Aber, ich werde „enttäuscht“: Mit Vorurteilen und Stereotypen bezüglich Russland kommt man hier in „Piter“ nicht wirklich weiter. Das Stadtzentrum, durch das ich am Abend meiner Ankunft spaziere, scheint mir sehr mitteleuropäisch.

Moderne Bogenlampen und Reklameschriften erleuchten die Dunkelheit. Die Schriftzüge an den Hausfassaden des Newskij-Prospekts, des Prachtboulevards von St. Petersburg, kommen mir bekannt vor; die Marken gibt es auch in Berlin. Fremd werden dem Reisenden, der sich nie mit dem Russischen beschäftigen durfte oder musste, nur die kyrillischen Buchstaben sein. Was man sehen muss in St. Petersburg? Sicherlich die Haseninsel mit der Peter-Pauls-Festung. Der Ort, von dem aus Peter der Große ab 1703 seine Stadt aus den Sümpfen stampfen ließ, Mitteleuropa am Finnischen Meerbusen.

Peter reformierte und modernisierte das gesamte russische Leben – um jeden Preis. Zehntausende zahlten die Ideen des Zaren mit ihrem Leben: Leibeigene wurden zwangsrekrutiert, man sagt, dass die Stadt sich von ihrem Blut nährte, dass sie auf ihren Knochen steht. Die Adligen wurden per Erlass nach Petersburg beordert und hatten sich – auf eigene Kosten – einen genau definierten Palast zu bauen. Alte Bärte mussten ab. Mochten die russischen Bojaren ihre traditionelle Pracht nicht abrasieren, hatten sie eine Bartsteuer zu zahlen. In die Kasematten der Peter-Pauls-Festung sperrten die Mächtigen zu allen Zeiten ihre Widersacher ein, die Andersdenkenden, die Widerspenstigen. Wegen Verrats angeklagt, starb hier Peters Sohn Paul unter der Folter. Auf Schautafeln vor unwirtlichen Zellen liest man die Namen illustrer Häftlinge aus dem 19. Jahrhundert: Dostojewski, Uljanow, Gorki. In diesen Zellen lebten sie, bevor sie verurteilt und erschossen, weggesperrt oder auf Jahre verbannt wurden.
Besonders wichtig scheint heute die Peter-Pauls-Kathedrale; stolz zeigt man uns die Särge sämtlicher Zarinnen und Zaren der Romanow-Dynastie.
Kirchen erheben sich überall in der Stadt. Marmorkuppeln. Bunte Zwiebeltürme oder goldene Spitzen strecken sich bis in den Himmel.

Ein Muss ist die Eremitage, die einen mit ihren tausenden von Gemälden und anderen Kunstschätzen nahezu erschlägt. Nicht verpassen sollte der Reisende das Wohnhaus Peters des Großen, das Winterpalais, die unzähligen Paläste des russischen (Hoch-)Adels, die Gärten… Wer auf den Spuren Dostojewskis wandeln möchte, findet im Stadtzentrum das Viertel, dem die Figuren und Orte seiner Romane entsprungen sind und sein Museum.

Ein Ausflug mit dem Boot lohnt sich, auf den Kanälen Petersburgs, eine Nachempfindung der Amsterdamer Grachten.
Wer mehr sehen mag, fährt in die Umgebung - vorbei an ausgedehnten farblosen Neubaugebieten - nach Peterhof mit seinen Gärten, zahllosen Statuen und phantasievollen Wasserspielen oder nach Zarskoje Selo mit dem prächtigen Katharinenpalast. Durchlässig scheint sein Inneres durch das viele Glas. Tausende von Spiegeln erschaffen ungeahnte Weite. Am Berühmtesten jedoch ist wohl die Kopie des Bernsteinzimmers.
Ganz unten im Palast, in einem dunklen Gang, hängen verschämt ein paar Fotos, die das ganze Ausmaß der Zerstörung im zweiten Weltkrieg zeigen. Mit dem Wiederaufbau müssen Historiker, Restauratoren und Bauarbeiter Dekaden beschäftigt gewesen sein.

Was auffällt: Revolutionen haben in St. Petersburg nicht stattgefunden, weder die von 1905, noch die vom Februar oder Oktober 1917. Der Reisende bekommt alles erklärt auf den Stadtrundfahrten: Kathedralen und Klöster, Paläste und Festen, Lustgärten, Gemälde, Preziosen, technische Wunderwerke. Man spricht nur nicht über aktuelle Politik oder über Sozialismus und Stalinismus. Smolny? Das ist ein Kloster. Wer berichtet, dass da Lenin und die Krupskaja wohnten?
Dabei ist gerade St. Petersburg oder Petrograd oder Leningrad auf das engste mit einer der tiefgreifendsten Umwälzungen des zwanzigsten Jahrhunderts verbunden, mit Hoffnungen und Visionen der Elenden, mit stalinistischen Säuberungen und Schauprozessen, mit der Realität, den Ungerechtigkeiten und Verbrechen des „realen“ Systems, mit den russischen Opfern des letzten Weltkriegs. Während der Einkesselung durch Hitlers Armee starben mehr als eine Million Zivilisten an Hunger und Entkräftung. Haben Sie je Schostakowitschs Leningrader Symphonie gehört?

Und so ist St. Petersburg, diese Stadt in ihrer ganzen Pracht und Schönheit auch
eine Stadt der Widersprüche, gestern wie heute.
Übrigens, bedient werden die Klischees, die man gemeinhin mit Russland in Verbindung bringt, nach wie vor gerne von den Staatsdienern. Bei Einreise werde ich am Flughafen scharf zurechtgewiesen, dass ich den Pass ohne Hülle ins Kabuff zu geben hätte. Und haben Sie Geduld bei der Ausreise, bis alle Ihre Stempelchen gesammelt haben.


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