zum Seitenanfang
transparent

Durch das wilde Transsilvanien

Rumänien
von TUI Deutschland GmbH
erstellt am
24.10.2014

sharePrint
Burg Bran
transparent


shigishoara
kulturpalast
orthodoxekirche
brasov
800px-prejmer 200609
800px-tartlaukirchenburg1
450px-sch c3 a4ssburgbergkirche
mehr Bilder

Durch das wilde Transsilvanien

Stationen der Rundreise:
  • Bran
  • Brasov
  • Medias
  • Poiana Brasov
  • Predeal
  • Sibiu
  • Sighisoara

Sicher noch nicht DAS Land unter den Studienreisezielen: aber für den Neugierigen, der schon das letzte Städtchen in Italien oder Frankreich bereist hat, ist Rumänien sicher ein neuer Höhepunkt auf der Studienreiselandkarte.



1.Tag. Man kann trotz eines Fluges in den Süden im Norden ankommen.

In Deutschland stellt sich grad der Frühling ein und so verlassen wir Frankfurt bei herrlichem Wetter. Lufthansa bringt uns gewohnt gut und sicher in die rumänische Hauptstadt Bukarest, die uns mit einem nagelneuen Flughafen begrüßt. Christian Iancu, unser Reiseleiter steht schon bereit und nach einer kurzen Rast auf der Fahrt durch die Walachei gelangen wir in die südlichen Karpaten. Das Wetter wird immer stürmischer, es ist, als wollte uns das Land von Anfang an seine theatralische Seite offenbaren. Für den kleinen Hunger zwischendurch halten wir an der traditionsreichen Sektkellerei in Azuga in der Nähe von Sinaia. Man überrascht uns mit rumänischen Spezialitäten und einer Verkostung von trockenen Sektköstlichkeiten aus eigener Produktion. Die Teilnehmer machen sich bekannt, die süddeutschen Dialekte verraten ihre Sprecher, die Nord-und Westdeutschen sind noch zu identifizieren. Die Ostddeutschen geben ihre Herkunft lautstark beim Wiedererkennen der alten Sektmarke "ZAREA" zu erkennen.
Der Abend im Hotel Piemonte verläuft sehr weinselig. Zur guten Stimmung trägt der Vertreter der örtlichen Agentur bei.

2.Tag Entzauberung einer Legende

Der Tag könnte stürmischer nicht sein, der Winter meldet sich mit leichten Schneeschauern zurück. Trotzdem machen wir uns wacker auf den Weg in einen Tag voller Überraschungen. Zum ersten Mal tauchen wir in das sagenumwobene Transsilvanien ein. Kaum aus den Karpaten heraus, empfängt uns eine Ebene mit einigen schönen Dörfern. Wir besichtigen die Kirchenburgen von Honigberg und Tartlau. Diese einzigartigen Bauwerke sind Zeugen des jahrhundertelangen Kampfes der Siebenbürger Sachsen gegen die Türken, Mongolen und andere Eindringlinge. Peter führt uns fachkundig und in echtem Siebenbürger Dialekt durch die Honigberger Kirchenburg. Tartlau ist noch interessanter. Das ganze Dorf konnte sich in kriegerischen Zeiten in der Burg verschanzen und ein eingeschränkt normales Leben weiterführen. Sogar an ein Schulzimmer ist gedacht. Der Wehrgang ist ganz zu begehen.

Kronstadt erwartet uns, oh Wunder, in strahlendem Sonnenschein. So präsentiert sich diese wunderschöne mittelalterliche Stadt von ihrer besten Seite. Wir besichtigen die Schwarze Kirche mit ihren wertvollen persischen Teppichen und das Denkmal des Reformators Honterus.

Der Nachmittag hält noch einen weiteren Höhepunkt bereit: die Burg Bran/Törz. im Ort Törzburg. Der zeitige Frühling ist wohl noch die beste Jahreszeit, um etwas von dem Mythos zu erahnen, der dieser Burg angedichtet wurde. Ein Besuch klärt uns auf, daß die Burg eher für schöne Ausblicke als für Vampire berühmt sein sollte. Die Zeiten wollten es anders, und Bram Stoker hat sicher auch nicht geahnt, daß er der rumänischen Tourismusindustrie einen guten Dienst mit seinen Dracula-Geschichten erweist. Vlad Tepes hatte nichts weiter als einen Drachen in seinem Wappen. Heute erinnert die Ausstellung im Schloß an die Königin Maria, die uns auf vielen Fotos versonnen entgegenschaut. Sie bewohnte die Burg Anfang des letzten Jahrhunderts.


3. Tag Tief in Transsilvanien


Wir kommen am Morgen nach Schäßburg/Sigishoara. Der Tag ist klar und kühl, so haben wir wunderbare Ausblicke vom Stundenturm auf die Stadt und Umgebung. Wir durchstreifen die alte, restaurierte Oberstadt und gehen über die überdachte, hölzerne Schülertreppe zur höchstgelegenen Kirche der Stadt. Interesse weckt auch das Wohnhaus von Hermann Oberth, einem Raumfahrtvisionär.

In Birthälm erwartet uns eine Kirchenburg mit drei mächtigen Wehrmauern und sechs Türmen. Und eine kleine Kuriosität hat die hübsche, deutschsprachige Fremdenführerin auch noch parat: das Ehegefängnis. Ein eher unscheinbares Häuschen, in das alle scheidungswilligen Paare eingesperrt wurden. Durch 400 Jahre gab es in Birthälm nur eine einzige Scheidung.

Mit einem einfachen Pferdewagen und bei viel rumänischem Slivovitz erreichen wir Bonnesdorf. Durch den Wegzug der meisten Siebenbürger Sachsen nach Deutschland in den letzten zwanzig Jahren sind die deutschen Gemeinden dramatisch geschrumpft. Die Kirche von Bonnersorf wird seit 15 Jahren nicht mehr betrieben und zeigt schon jetzt starke Spuren des Verfalls. Eine schwarz gekleidete Bewohnerein zeigt uns die zerstörte Orgel und den beschädigten Altar. In gutem Deutsch, aber gebrochener Stimme bedauert sie die Vorgänge der letzten Jahre.

weiter siehe unter: Durchführung

weniger
transparent
zeigen

Durchführung

4.Tag Hermannstadt, die Krone Siebenbürgens

Es gibt genug zu sehen und zu erklären. Heute erfahren wir viel über die neuere rumänische Geschichte, sehr detailliert und interessant erzählt von unserem Reiseleiter Christian. Auch die Orte an unserer Route geben immer wieder Anlaß zu kleinen Geschichten. Wir passieren Frauenburg, ein Dorf im Kockeltal. Hier gibt es die einzige Kirchenburg, in der man auch übernachten kann. Danach Klein Kopisch, die einst schmutzigste Stadt Rumäniens. Ein Kautschukwerk verpestete einst derart die Luft, daß noch nach fast zwanzig Jahren der Stillegung Spuren zu erkennen sind. Alte, verlassene Weinterrassen links und rechts der Straße erinnern daran, daß Transsilvanien einst ein berühmtes Weinanbaugebiet war. Marktschelken ist der Ort der größten persönlichen Niederlage unseres Reiseleiters. Hier hat seine Fußballmannschaft einst 11:0 verloren. Dann der schiefe Turm von Transilvanien, Apfelplantagen, hohe Berge in der Ferne, das Fagarasch, die Gipfel schneebedeckt.

Sehr kaltes Wetter, aber ein strahlender Reiseleiter Christian und seine Heimatstadt: Hermannstadt/Sibiu stehen heute auf dem Programm. Wir besichtigen Reste der Wehranlagen und die Fußgängerzone. Es ist überall zu sehen, daß sich die Stadt aus Anlaß der Kulturhauptstadt Europas im Jahre 2007 herausgeputzt hat. Schön restaurierte, großbürgerliche Stadthäuser und prunkvolle öffentliche Gebäude wechseln sich ab. Herrausragend: das Brukenthal-Museum, eines der ersten öffentlich zugänglichen Privatmuseen der Welt.
Es überrascht mit Gemälden von Jan van Eyck, Hans Memling, Jacob Jordaens und Pieter Breughel, wahrhaft Weltrang. Kontrast dazu: der Wochenmarkt von Hermannstadt mit viel frischem Gemüse und Blumen.

Christian hat ein sehr abwechslungsreiches Programm zusammengestellt. Heute mal kein Hotel-Abendessen. Mit unserem komfortablen Kleinbus fahren wir zu Gebirgsbauern und bekommen ein überaus schmackhaftes, typisch rumänisches Abendessen serviert. Der Schnaps paßt hervorragend dazu und die Karaffe bleibt nicht lange voll. Auf der Rückfahrt zum Hotel überrascht uns Christian mit der guten Nachricht für Morgen. es wird nicht zwei Grad Celsius geben, sondern drei!

5.Tag Zurück in die Walachei oder: Durch das Land der blauen und grünen Maulwürfe

Heute gilt es, eine Distanz von etwa 300km zu überwinden. Das klingt weit und uninteressant. Nicht so auf dem Weg über die Südkarpaten entlang des Flusses Olt und mit unserem Reiseleiter Christian. Wärmer ist es nicht geworden, aber das stört nicht weiter.

Im heute noch tätigen Kloster Kozia kommen wir dem rumänisch orthodoxen Glauben ziemlich nahe. Der Eintritt in die kleine Klosterkirche versetzt uns in eine Welt aus Ikonen, Fresken und Weihrauchduft.

Weiter geht es auf der einzigen Autobahn Rumäniens via Pitesti (von hier kommen die bekannten Dacia-Autos).

Die Großstadt Bukarest kündigt sich mit starkem Verkehr an. Kein Wunder: bei 2,1 Mio. Einwohnern gibt es etwa 1 Mio. Autos und dazu noch 40 Tausend freilebende Straßenhunde. Wir durchqueren die Randbezirke, die wie in fast allen rumänischen Städten von Plattenbauten geprägt sind. Die Stadt hat viel zum Teil auch unsinnige Abrißarbeiten hinnehmen müssen, sich aber trotzdem einigen Glanz bewahren können. Das „Paris des Ostens“ erscheint gepflegt und sauber. Wir passieren eine Miniausgabe der Lomonossow-Universität und einen 85 ha großen Park. Bukarest ist die unangefochtene Metropole des Landes, es gibt kaum Arbeitslosigkeit und das Einkommen ist hier doppelt so hoch wie im Rest des Landes.

Der Abend wird weinselig. Wir sind die einzigen Gäste in einem riesigen Restaurant und kommen uns anfänglich etwas verlassen vor. Ein Heer von Kellnern umschwirrt uns und kaum mit dem Essen fertig erfreut uns ein rumänisches Volkskunstensemble mit unerwartet flotten rumänischen Liedern und als besonderem Höhepunkt der Rumänischen Rhapsodie von George Enescu. Schließlich finden sich alle auf der Tanzfläche wieder.

6.Tag Ungeheure Bauten und Abschied – La Reveredere

Von 1866 bis 1947 herrschte in Rumänien eine Monarchie, die anfänglich aus Deutschland importiert war. Die Linie Hohenzollern-Sigmaringen schickte Karl 1. auf den Balkan und damit begann ein ungeahnter Aufschwung für das Land. Rumänien war in den 20er Jahren eines der reichsten Länder Europas. Der Bauboom setzte nach dem ersten Weltkrieg ein, es gibt breite Alleen und schattige Boulevards, von Villen und Botschaften gesäumt. Die aus ganz Europa zurückkehrenden Rumänen brachten die neueste Mode und Architektur in ihre Heimat mit. Wir bewundern den Triumphbogen König Ferdinands, dem Andenken an den 1. Weltkrieg gewidmet. Der Revolutionsplatz mit dem ehemaligen Stadtpalais der Hohenzollern-Sigmaringen holt uns auch die neuere Geschichte. Dieser Ort war Schauplatz der Revolution vom Dezember 1989, die eigentlich im westlich gelegenen Temeschvar ihren Anfang hatte.

weiter unter: Ort/Region

Gastronomie

Das Essen in Rumänien ist bodenständig und immer sehr reichlich. Der genügsame Esser kommt immer auf seine Kosten, Gourmets müssen sicher noch ein paar Jahre warten, bis sich die Gastronomie auf verwöhnte Gaumen eingestellt hat. Das Frühstück im Hotel ist immer gut bis sehr gut.

Transportmittel

Unser Bus erfüllte alle alle Anforderungen für eine knapp 1000 km-Reise in sechs Tagen. Er meisterte auch die z.T. sehr schlechten Straßen mühelos.

Übernachtung

Hotel Piemonte in Predeal, 3 Sterne, gut ausgestattet, liegt leider an einer Durchfahrtsstraße, daher etwas laut.

Hotel Binder Bubi, Mediasch, 3 Sterne, guter Standard, am Stadtrand gelegen

Tulip Inn Sibiu/Hermannstadt, 3 Sterne, modernes Stadthotel, guter internat. Standard, toll: Frühstück im 11.Stock mit Blick über die Stadt,

Ramada Bukarest, 4 Sterne, sehr gutes internationales Stadthotel

Ort/Region

Wir sehen den Balkon, von dem aus Nicolae Ceaucescu seine berühmte Rede hielt, die vom Volk schließlich niedergebrüllt wurde. Ein Denkmal erinnert heute an die über Tausend Gefallenen dieser geheimnisvollen Revolution.


Sechs Jahre Bauzeit, zweitgrößtes administratives Gebäude der Welt, 40.000 umgesiedelte Menschen: der Palast des Volkes ist in jeder Hinsicht spektakulär. Etwas sprachlos steht der Besucher vor diesem Ungetüm aus Marmor und Beton; innen rein historisierend zeugt es eher von schlechtem Geschmack und besticht durch gigantische Zwecklosigkeit. Vom Balkon des Ungetüms schauen wir auf einen breiten Boulevard mit dem Namen „Sieg des Sozialismus“.

Unsere letzte Station ist das Freilichtmuseum am Kiseleffboulevard. Hier wurden über Jahrzehnte Häuser und Bauernhöfe aus dem ganzen Land zusammengetragen und liebevoll wiederaufgebaut.


Unser Reiseleiter Christian und unser Fahrer Lili haben uns insgesamt etwa 900 km durch Rumänien begleitet. Wir hatten wenige und nur unklare Vorstellungen von diesem bekannten unbekannten EU-Mitgliedsland. Nach der Reise hat Christian für sein Land auf jeden Fall 14 neue Liebhaber gefunden. Jeder kann sich gut vorstellen, wieder hierher zurückzukehren. Anne Goller und Merle Meixner von GeBeCo/Dr. Tigges waren eine kompetente Begleitung in eigener Sache. An alle an dieser Stelle ein herzliches Dankeschön!



roseneck
Für Sie geschrieben von
Hapag-Lloyd Reisebüro
transparent +49 (0) 30 / 8 95 74 00
TUI Deutschland GmbH
Karlsbader Str. 18
Am Roseneck
14193 Berlin


Finden Sie
Ihr Reisebüro

transparent
transparent
Google-Maps-Karte
51 x in Deutschland!
Hier klicken um die Facebook Like Box anzuzeigen
Urlaub ist ein Versprechen
Persönliche
Betreuung inklusive
Unsere 51 Reisebüros in
Deutschland beraten Sie
gerne und das zum gleichen
Preis wie Online!
Engagierte internationale
Reise-Community,
die Ihnen die besten
Urlaubstipps verrät und
mit denen Sie sich auch
aktiv über"s Reisen
austauschen können.
Vielfältige Auswahl
an Angeboten und
Zielen weltweit -
von Cluburlaub über
Kreuzfahrten bis
zur Individualreise.
Sicher buchen
und bezahlen
Eine verschlüsselte
Verbindung und verschiedene
Zahlungsmöglichkeiten -
so ist Buchen sicher.

TUI Deutschland GmbH - Eines unserer Reisebüros ist sicher auch in Ihrer Nähe.

TUI Deutschland betreibt fast 500 eigene Reisebüros und ist Franchisegeber für aktuell über 550 Reisebüros unter den Marken „TUI“, „TUI ReiseCenter“, „Hapag-Lloyd Reisebüro“ und „FIRST REISEBÜRO“. Unsere Geschäftsreiseeinheiten firmieren unter „FIRST Business Travel“. Damit ist der Eigenvertrieb der TUI die größte Reisebüro-Franchise-Organisation Deutschlands und Qualitätsführer in den Disziplinen Service und Kundenberatung.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch in einem unserer Reisebüros.

Urlaub ist ein Versprechen.

Die Marke Hapag-Lloyd Reisebüro ist eng mit anspruchsvollem Reisen verbunden und steht für Vertrauen, Sicherheit und Zuverlässigkeit. Und das seit über 155 Jahren.

Eine Tradition, die verpflichtet und ein Markenversprechen, dass uns einzigartig macht. So bieten wir Ihren, unseren Kunden, die Seriosität und die professionelle Beratung echter Experten, die Sie erwarten.

banner1x4