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Auf Einladung von Dr.Tigges habe ich den unbekannten Südwesten Frankreichs für Sie kennengelernt.
Schon bei der Fahrt vom Flughafen Toulouse in die Stadt fallen einem die reizvollen Kontraste dieser 'Ville rose' auf. Einerseits die riesigen Areale von Airbus nahe des Flughafens, wo u.a. eine interessante Besichtigung der A380-Fertigung angeboten wird; andererseits die unter UNESCO-Schutz stehenden malerischen Kanäle mit Hausbooten und schönen Radwegen an deren Ufer.
Um den Verkehr aus der sehenswerten Innenstadt zu verbannen, entstehen z.Zt. ein Straßenbahnnetz und neue Fußgängerzonen, so dass in den nächsten Jahren noch entspannter die vielen Herrnhäuser aus den namensgebenden roten Ziegelsteinen, das idyllische Ufer der Garonne oder der lebhafte Capitolplatz erlebt werden können. Mein persönliches Highlight ist die eindrucksvolle Basilika St-Sernin, die als Pilgerkiche am französischen Jakobsweg liegt. Mit den engen Gassen, zahlreichen Brasserien und Spezialitätenläden mit z.B. Veilchenlikör ist Toulouse durch die guten Flugverbindungen eine Alternative für einen Städtetrip.
Nördlich von Toulouse besuchten wir anschließend die ebenfalls am Jakobsweg gelegene ehemalige Benediktinerabtei von Moissac. Das Klosterportal und der eindrucksvolle Kreuzgang sind faszinierende Meisterwerke der Romanik und bei einem Besuch sollte genügend Zeit für die vielen Details eingeplant werden.
Dann ging es weiter nach Cordes-sur-Ciel. Dieser spektakulär auf einem Hügel liegende Ort bietet mit seinen engen Gassen und Stadttoren Mittelalter pur und ist in Vor- und Nachsaison ein echter Geheimtipp. Gut kombinieren kann man diesen Besuch mit dem südlich gelegenen Weinbaugebiet von Gaillac. Dort bieten zahlreiche zu besichtigende Weingüter eine große Anzahl von empfehlenswerten AOC-Qualitätsweinen an.
Nicht weit entfernt liegt die - mir bis zu dieser Reise unbekannte - Stadt Albi. Um so größer war vor Ort die Überraschung beim Stadtrundgang. Selten habe ich zuvor eine solch interessante und saubere Altstadt erlebt, ohne dabei zu touristisch zu wirken. Das Bischofsviertel (UNESCO Welterbe) wird unübersehbar von der riesigen Backsteinkathedrale überragt. Von außen wirkt die Kirche wie eine Festung, aber sobald man das Innere betritt, ist man fasziniert von den zahllosen Fresken und Gemälden. Nebenan im Bischofspalast befindet sich das erst in diesem Jahr wiedereröffnete Museum Henri Toulouse-Lautrec. Nicht verpassen sollte man nach dem Museumsbesuch den tollen Blick von der Aussichtsterrasse auf die Stadt und den Fluss Tarn.
Nach einem Abstecher zu der am Nordrand der Pyrenäen gelegenen Burg Queribus, die im engen Zusammenhang mit der interessanten Geschichte der Katharer steht, ging es dann nach Carcassonne. Schon von weitem erkennt man die auf einem Hügel gelegene Festungsstadt.
Die von einer doppelten Stadtmauer mit 52 Türmen umgebene Festung ist ein großes Freilichtmuseum und tagsüber entsprechend überlaufen. Empfehlenswert ist für Tagesbesuche die interessante Umrundung der Stadt zwischen den Stadtmauern (ca. 3 km), da sich dort die wenigsten Touristen aufhalten, oder im Idealfall übernachtet man innerhalb der Stadtmauern (siehe auch mein Tipp weiter unten).
Abschließend kann ich diese bei vielen unbekannte Region uneingeschränkt empfehlen, sei es als Studienreise z.B. mit Dr. Tigges, als Kurztrip oder als Mietwagenrundreise.
Ich stehe Ihnen gerne mit weiteren Tipps für eine Beratung zur Verfügung.
Hapag-Lloyd Reisebüro
Gutenbergstraße 88
14467 Potsdam
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