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Das Land des Lächelns gilt als El Dorado des Golfsports
Auch wenn man als Europäer nicht sofort an Thailand denkt, wenn es um den Golfurlaub geht, hat sich dieses bereits den Spitznamen „Golf Capital of Asia“
erworben. Die Gründe für diese Popularität unter Golfern sind vielfältig: Da ist zum einen das nach wie vor unschlagbare Preis-Leistungs-Verhältnis.
Die Kosten für eine durchschnittliche Golfrunde inklusive Caddie und Trinkgeld betragen etwa 50 Euro; Übernachtung und Essen sind schon für Bruchteile des Budgets zu haben, welches man als Europa-Urlauber ansetzen muss. Die obligatorischen Caddies
erfüllen ihre Aufgaben mit Fleiß und Humor und geben auf Nachfrage wertvolle Tipps zu Eigenheiten des Platzes. Man nennt sie nicht selten die „Geheimwaffe“
- ein wesentlicher Grund dafür, warum Golf auf Thailand eine so besondere Erfahrung ist. Häufig handelt es sich bei den Caddies um charmante, junge Frauen, die selbst einiges vom Sport verstehen und so gleichzeitig die Rolle des Coach wie auch die des Cheerleaders spielen. Nach ein
paar Minuten haben sie den Spieler taxiert und halten schon den geeigneten Schläger für den nächsten Schlag bereit. Zwischendurch reichen sie Erfrischungen oder ein Handtuch. Auch das Golfcart
zu fahren, den Ball zu verfolgen oder den Bunker zu harken gehört zu ihren Aufgaben. Im Prinzip übernehmen sie alles für den Golf-Gast - nur schlagen muss er selbst.
Geburtsstätte
des thailändischen Golfsports ist ohne Zweifel Hua Hin
auf der westlichen Seite des Golf von Siam. Bekannt für die königliche Sommerresidenz, gilt es seit Jahrhunderten als bevorzugter Badeort der thailändischen upper
class.
Auch seine günstige Lage, etwa 200 Kilometer südlich von Bangkok, macht den Badeort zu einem beliebten Ausflugsziel für die einheimische Bevölkerung. So hat man nie das Gefühl, sich in einer abgeschotteten Touristen-Hochburg zu bewegen. Trotzdem wirkt der Ort niemals überfüllt und auch der acht Kilometer lange
Sandstrand bietet genug Platz für alle. Die staatliche Eisenbahngesellschaft sorgte für eine bessere Verkehrsanbindung und errichtete ein Luxushotel - das heutige Fünf-Sterne-Hotel Sofitel Central Hua Hin,
in dem man noch immer die Pracht des alten Siam erleben kann.
Der 18-Loch-Platz Royal Hua Hin Golf Club
- mit Gründungsjahr 1924 der älteste Parcours am Platze. Nur wenige Gehminuten vom Strand entfernt, grenzt das Clubhaus an den nostalgischen Bahnhof der Linie zwischen Bangkok und Singapur. Die meisten Löcher bieten einen hinreißenden Blick auf den Golf von Siam
- das 14. hingegen punktet mit einem spektakulären Thai-Tempel
als Hintergrundkulisse. Wasser gibt es auf dem 6.106 Meter langen Par-72-Course nicht - dafür aber Hindernisse ganz anderer Art: Auf der zweiten Hälfte kann es nämlich passieren, dass Affen
den einen oder anderen verirrten Ball stibitzen!
Palm Hills Golfresort,
ein 18-Loch-Platz, von Max Wexler ökologisch sinnvoll designt,
ist eine Herausforderung für Golfer jeder Leistungsstufe. Hügelauf und hügelab erstreckt sich der Parcours zwischen hunderten von Palmen
, nur wenige Minuten von Hua Hin entfernt. Zwei Seen begrenzen den Platz an jedem Ende; und die zweite Hälfte der Partie belohnt den Spieler mit einem Panoramablick
über den Golf von Thailand.
Der Imperial Lake View Golf Club
schließlich ist der erste 36-Loch-Platz. Etwas weiter im Landesinneren, idyllisch zwischen kleinen Anpflanzungen und Ananasplantagen gelegen, stellt der Par-72-Course für viele Golfer den schönsten der Region dar. Gleich zwei Architekten, Roger Packard und Ronald Fream, zeichnen für das Design verantwortlich. Der namensgebende Teich teilt den Parcours in zwei; außerdem stellen viele natürliche Hindernisse selbst erfahrene Golfer auf eine harte Probe. Ein luxuriöses Clubhaus
samt 4-Sterne-Hotel, SPA und Pool rundet das Angebot ab.
Wer jedoch allen Möglichkeiten zum Trotz nicht golfen oder einfach mal einen Tag pausieren möchte, kann die diversen Wellness-Angebote
der Golfclubs nutzen - oder einen Ausflug auf einen der typisch thailändischen Märkte
wie dem Nachtmarkt oder dem Chatchai-Markt in Hua Hin machen. Der Nachtmarkt, der allabendlich in der Dechanuchit-Straße stattfindet, ist eine gute Möglichkeit, authentisch thailändisch zu essen: Auf dem sauberen Freiluftmarkt bekommt man an zahlreichen Garküchen bis 24 Uhr zum Beispiel Reissuppe, frisches Obst und Fischgerichte zum kleinen Preis und kann die Gerichte auch in Ruhe an Tischen verzehren.
Nur fünf Minuten entfernt liegt der Fischereihafen, der insbesondere abends, wenn die Boote einlaufen, ein buntes und quirliges Schauspiel bietet. Den fangfrisch zubereiteten Fisch genießt man am besten in einem der Restaurants, die in den traditionellen Fischerhäusern auf Stelzen
angesiedelt sind: So frisch und so schmackhaft zubereitet wie auf die traditionelle thailändische Art kann man Meeresfrüchte selten genießen. Beim abendlichen Blick von der Terrasse aufs Meer, mit der Seebrise im Haar und einem leckeren Fischgericht im Magen, fühlt man sich dann auf einmal so friedvoll - man könnte die ganze Welt umarmen! Und hätte auf diese Weise schon den ersten Schritt zum Hippie-Dasein
vollzogen ...
Quelle: Kundenmagazin FREIZEIT 04/2011, Autor: Armin V. Roon
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