Zum Christmas-Shopping an den Big Apple

Seit Frank Sinatra seine Faszination für die Stadt am Hudson River besang, hat sie nichts von ihrer Anziehungskraft verloren. Ihr eigentliches Stadtgebiet bedeckt rund 800 Quadratkilometer Grund - nicht ganz soviel wie Berlin. Das gesamte Einzugsgebiet hingegen ist so groß wie das ganze Land Brandenburg. Den einen gilt sie als Mekka der Finanzwelt und des schönen Scheins, den anderen als Inbegriff westlicher Dekadenz und Sündenpfuhl. Unbestritten ist jedoch die gewaltige Faszination, die der „Big Apple“ auf Besucher aus der ganzen Welt - besonders in der Vorweihnachtszeit - ausübt.
 

Manhattan Rastlos durch das Herz von New York

"These vagabond shoes, they are longing to stray. Right through the very heart of it, New York, New York..."


Nur eines von fünf Boroughs (= Gemeinden), wird Manhattan jedoch oftmals gleichgesetzt mit ganz New York. Nicht ganz zu Unrecht - denn diese Insel, die 1610 ein niederländischer Siedler den Indianern für 60 Gulden abkaufte, war die Keimzelle der heutigen Millionenstadt. Hier befinden sich die meisten großen Sehenswürdigkeiten und nicht zuletzt die wohl meistfotografierte Skyline der Welt. Das Herz von New York - in der „Holiday Season“ glitzert es bunter und verführerischer als zu jeder anderen Jahreszeit. Alle Geschäfte wetteifern miteinander um die spektakulärste, auffälligste und ausgefallenste Schaufensterdekoration, sodass jede Einkaufstour  die Sinne an die Grenzen ihrer Leistungsfähigkeit bringt. Berühmt sind die Schaufenster der großen Kaufhäuser wie z. B. Macy“s (hier dient jedes Jahr eine andere Szene aus dem Film „Das Wunder von Manhattan“ als Inspiration) und Saks auf der 5th Avenue, die bereits im November enthüllt werden, sowie Barneys und Bloomingdale“s. Diese Shopping-Tempel sind freilich nicht nur von außen eine Augenweide: Macy“s gilt mit seinen 200.000 Quadratmetern als größtes Kaufhaus der Welt. An Platzangst dürfen Besucher in der Vorweihnachtszeit allerdings nicht leiden; wer mit dem babylonischen Andrang und den völlig überheizten Räumen nicht zurecht kommt, ist besser beraten, die zahlreichen Boutiquen und Designer-Outlets in Lower Manhattan rund um den Broadway aufzusuchen. Oder aber gleich den aktuellen Szenestadtteil SoHo abzugrasen: Fast 300 Galerien und vier Museen prägen das Künstlerviertel. In zahllosen Antiquitätenläden werden Souvenirjäger garantiert fündig, aber auch große Marken wie Chanel oder Longchamp sind hier vertreten. 

 

Die Stadt, die niemals schläft

"New York, New York, I want to wake up in that city tha t never sleeps and find I am king of the hill, top of the list, head of the heap..."
 
Ganz weit oben befindet man sich unbestreitbar auf der Aussichtsplattform des Rockefeller Center. Hier scheint einem ganz New York City zu Füßen zu liegen: die grüne Oase des Central Park, die Uptown von Downtown Manhattan trennt, das glitzernde Band des Hudson River, die Straßenschluchten mit ihrem geschäftigen Treiben. Von dieser Warte aus zu beobachten, wie sich die Abenddämmerung senkt und die unzähligen Lichter der Millionenstadt aufleuchten, gehört zu den unvergesslichen Eindrücken, die The Big Apple zu bieten hat.  
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Eine kleine Atempause tut überdies gut, bevor man sich wieder ins Epizentrum der weihnachtlichen City rund um das Rockefeller Center stürzt: Hier werden Jahr für Jahr der gewaltige Weihnachtsbaum und die winzige Eislaufbahn errichtet, die zum traditionellen NY-Pflichtprogramm gehören wie Coffee zu Donuts. Einmal Schlittschuhlaufen in New
York - wer sich diesen Traum erfüllen möchte, aber den Trubel scheut, fährt in den Bryant Park zwischen 40. und 42. Straße sowie 5. und 6. Avenue. Die Eislaufbahn hier gilt als Geheimtipp: Der Eintritt ist kostenlos, der Spaß zeitlich unbegrenzt. Wer seine Schlittschuhe nicht mit über den großen Teich gebracht hat, kann sich welche ausleihen. 
 
Damit auch der übrige Aufenthalt glatt über die Bühne geht: Winterjacke und -schuhe nicht vergessen! Die Höchsttemperaturen im Dezember und Januar liegen um die 2 °C und auch Schneestürme können auftreten. In diesem Fall empfiehlt sich ein Besuch bei Audrey Saunders im Pegu Club, einem (noch wenig bekannten) Paradies für Cocktailtrinker in SoHo. Zum Aufwärmen und als Ausgangspunkt für einen Ausflug ins Nachtleben - immerhin ist New York die Stadt, die niemals schläft... 
 

 

Quelle: Kundenmagazin FREIZEIT 11/2010, Autor: Aldo Green

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