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Hapag-Lloyd Reisebüro
Komphausbadstr. 6
52062 Aachen
Telefon: +49 (0) 2 41 / 47 06 00
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In den 1920er Jahren, zur selben Zeit, als Capone mit Alkoholschmuggel und illegalem Glücksspiel sein Vermögen machte, vollzog sich Chicagos Aufschwung zur Metropole des Jazz, Blues und Soul. In der Southside, dem Schwarzenviertel der Stadt, entwickelte sich der sogenannte Chicago Jazz unter einem so berühmten Vertreter wie Louis Armstrong.
Bis heute aktiv ist der Chicago Blues: Howlin“ Wolf, Muddy Waters oder Willie Dixon sind die Namen, die die Augen von Blues-Freunden in aller Welt zum Leuchten bringen. Das Chicago Blues Festival zieht jährlich rund eine halbe Million Besucher an; und für Millionen ist der Musikfilm „Blues Brothers“
Kult. Die 1960er Jahre wiederum sahen die Geburt des Chicago Soul, dessen wohl berühmtester Vertreter Curtis Mayfield war. Ein Besuch in einem der zahlreichen Clubs wie Andy“s Jazz Club (11 E. Hubbard Street), Blue Chicago ( 736 N. Clark Street) oder The Green Mill (4802 N. Broadway Avenue) steht daher auf dem Pflichtprogramm. Letzter gehört heute zu den 100 besten Bars in den Staaten - und doch kann man sich eines leichten Schaudern nicht erwehren, wenn man weiß, dass in diesem Nachtclub einst Al Capone ein und aus ging.
Eine Vorreiterrolle nahm die Stadt auch in städtebaulicher Hinsicht ein: Hier wurde 1885 mit dem Home Insurance Building der erste Wolkenkratzer
gebaut. Ein Stadtbrand hatte 1871 Platz geschaffen, und so wurde Chicago die erste Stadt US-Amerikas, in der Hochhäuser in großer Zahl das Stadtbild prägten. Das Home Insurance Building steht nicht mehr, jedoch sind eine Reihe von Meisterwerken - nicht nur Hochhäuser - ebenso renommierter wie visionärer Architekten erhalten: Dazu zählt beispielsweise das 1908 fertig gestellte Robie House in Hyde Park von Frank Lloyd Wright. Mies van der Rohe verwirklichte hier unter anderem mit der Crown Hall des Illinois Institute of Technology und dem IBM Building (330 North Wabash), dessen Verwirklichung er allerdings nicht mehr erlebte, seine Pläne.
Die Metropole am Lake Michigan
verfügt aber auch mit dem Art Institute of Chicago über eine Sammlung bedeutender impressionistischer Kunstwerke von Van Gogh, Monet und Seurat. Darüber hinaus sind dort Werke von Gerhard Richter vertreten sowie das Lebenswerk des Fotografen Irving Penn. Die Galerie ist jeden ersten und zweiten Mittwoch des Monats kostenlos zugänglich.
Mit dem Field Museum of Natural History
beherbergt Chicago gleichzeitig eines der größten Museen weltweit: 85.000 Quadratmeter Ausstellungsfläche sind genug, um einen interessierten Besucher mehrere Tage zu beschäftigen. Zu den Highlights gehört Sue
- das größte und besterhaltene Skelett eines Tyrannosaurus, das jemals gefunden wurde. Noch bis zum 16. Januar 2012 dauert eine der aktuellen Sonderausstellungen über das Leben der Wale: Zwei Walskelette, Aufnahmen unterschiedlicher Laute, das lebensgroße Modell eines Wal-Herzes und vieles mehr bringen Besuchern die Giganten der Tiefsee näher. Auch quicklebendige Tiere gibt es in Chicago zu bestaunen: Nur Minuten
vom Zentrum entfernt befindet sich der größte, kostenlose Tiergarten
der Welt: Lincoln Park Zoo. Trompetende Elefanten, brüllende Löwen, kreischende Schimpansen - hier weht mehr als nur ein Hauch von Afrika.
Wer die leichte Unterhaltung bevorzugt, ist an der Navy Pier
gut aufgehoben. Die Promenade am Seeufer bietet alles, was das feierfreudige Herz begehrt: Gärten, Shops, Restaurants, Biergärten und jede Menge Attraktionen einschließlich einem 45 Meter hohen Riesenrad. Von hier aus stechen auch große und kleine Ausflugsboote in See - romantische Dinner-Törns sind ebenso möglich wie Sightseeing-Touren mit dem Wassertaxi oder rasante Fahrten mit dem Speedboat. Auch ein IMAX-Kino, das Filme in 3D zeigt, sowie das Chicago Shakespeare Theater sind an der Uferpromenade fußläufig angesiedelt. Eher etwas für den fortgeschrittenen Urlauber ist da schon der Besuch bei den Chicago Bulls
- jenem Basketball-Team, das durch seinen exzentrischen Verteidiger Michael Jordan auch in Europa bekannt wurde. Wer gar einen Mietwagen zur Verfügung hat, der sollte sich auf Tour begeben - und zwar auf der historischen Route
66, der legendären Verbindung Chicagos mit dem Pazifik. Buchstäblich hinter jeder Kurve finden sich nostalgische Diner und zahlreiche Sehenswürdigkeiten, die teils mit dem Mythos des Highways in Verbindung stehen, teils mit der Geschichte des Landes. So kann man beispielsweise in Springfield das
Geburtshaus und das Grabmal des Präsidenten Abraham Lincoln besichtigen oder in Litchfield im Ariston Café einkehren, das seit seiner Gründung in den 1920ern noch immer im Familienbesitz ist.
Quelle: Kundenmagazin FREIZEIT 09/2011, Autor: Urs N. Jascht
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