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Hapag-Lloyd Reisebüro
Komphausbadstr. 6
52062 Aachen
Telefon: +49 (0) 2 41 / 47 06 00
Fax: +49 (0) 2 41 / 4 70 60 60
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Ganz ohne Jetlag und nonstop von Deutschland
Namibia ist etwa doppelt so groß wie Deutschland - und gleichzeitig eines der am dünnsten besiedelten Länder der Erde. Geprägt wird das Gebiet im Wesentlichen von zwei Wüsten: der Namib im Westen und der Kalahari im Osten. Dazwischen findet sich das Binnenhochland, im Durchschnitt 1.700 Meter über dem Meeresspiegel gelegen. Das durchschnittliche Klima Namibias ist heiß und trocken - jedoch gibt es große Unterschiede zwischen den Landesteilen. Generell liegt die beste Reisezeit zwischen April und Juni, wenn die Spitzentemperaturen nicht so hoch und die Zahl der Regentage am geringsten ist.
Besonders reizvoll für den Afrika-Urlauber ist die Tatsache, dass Namibia in rund zehn Stunden per Nachtflug recht komfortabel erreichbar
ist und ab München sogar ohne Zwischenstopp.
Wer am frühen Morgen in Windhoek
(sprich: „Winthuk“) ankommt, sollte sich die Zeit nehmen, das wirtschaftliche und politische Zentrum des Landes zu erkunden, denn nirgendwo ist es so einfach, mit Einheimischen ins Gespräch zu kommen. Abseits der kolonialen Fassaden und europäisch geprägten Viertel, im Vorort Katutura, ist es möglich, afrikanischen Alltag jenseits aller Klischees zu erleben: auf dem Soweto Market mit seinen landestypischen Delikatessen beispielsweise oder in einer der zahlreichen Shebeens, der afrikanischen Kneipen. Ein Besuch der Kleinkunstbühne des WareHouse Theatre bringt Interessierten lokale und internationale Produktionen nahe, und auch in der Nationalgalerie oder der Omba Galerie
erfährt man - gespiegelt in ihrer Kunst - einiges über Geschichte und Leben der Menschen im Vielvölkerstaat. Allgegenwärtig sind in Windhoek die Überbleibsel deutscher Kolonialherrschaft wie die Alte Feste mit dem Reiterstandbild davor, die Christuskirche
oder das Hauptgebäude des Bahnhofs. Von hier aus startet seit Kurzem auch wieder der luxuriöse Desert Express,
ein reiner Personenzug, dessen genießerisches Tempo ganz im Gegensatz zu seinem Namen steht: 20 Stunden dauert die Fahrt bis nach Swakopmund in dem rollenden First-Class-Hotel, Zwischenstopps mit Löwenfütterung, Sundowner und Dünenbesteigung inklusive.
Wesentlich lebendiger geht es in den Naturschutzgebieten Namibias zu, deren bekanntestes der Etosha-Nationalpark
ist. Vor rund zwei Millionen Jahren lag hier ein riesiger See, der, nachdem er seinen Zulauf verloren hatte, austrocknete. Übrig blieb eine ausgedehnten Salzpfanne, umgeben von Gras- und Buschland sowie Trockenwald im Nordosten. Bei einem Urlaub in Namibia gehört ein Aufenthalt im Etosha-Nationalpark beinahe zum Pflichtprogramm, denn auf einer Fläche von 22.270 Quadratkilometern erstreckt sich das wohl bedeutendste Wildreservat Afrikas.
Bereits 1907 wurde das Gebiet von der Deutsch Südwestafrikanischen Verwaltung unter besonderen Schutz gestellt. Seine geradezu paradiesische Artenvielfalt ist während der Trockenzeit besonders eindrucksvoll. Dann versammeln sich in der Dämmerung gewaltige Zebraund Gnuherden sowie Antilopen
, Giraffen und andere Savannenbewohner an den wenigen Wasserlöchern im südlichen Teil. 14 Säugetierarten leben im Etosha-Nationalpark, darunter auch das seltene schwarze Nashorn und die angeblich größten Elefanten Afrikas.
Gut gepflegte, aber ungeteerte Straßen erschließen den Park - drei staatliche Restcamps Halali, Okaukuejo und Namutoni bieten Übernachtungs- und Verpflegungs-möglichkeiten.
Plateau.
Rund 200 Meter ragt der massive Tafelberg
aus der umliegenden Landschaft empor. Er besteht aus rotem Sandstein; Regen sickert durch das poröse Gestein und trifft weiter unten auf eine undurchlässige Tonschicht. Folglich ist es auf dem Plateau sehr trocken, am Fuße des Waterbergs jedoch sprudeln kräftige Quellen. Üppiger Pflanzenwuchs und eine artenreiche Fauna sind die Folge. Seit 1972 steht ein rund 400 Quadratkilometer großes Gebiet rund um den Waterberg unter Naturschutz, in dem bedrohte Tierarten wie Nashörner, Streifengnus und verschiedene Antilopenarten angesiedelt worden sind. Auch dieser Waterberg Plateau Park ist ein lohnendes Ziel mit diversen Unterbringungsmöglichkeiten und einem guten Restaurant.
Im Nordosten reicht das Staatsgebiet Namibias mit einem langgestreckten, schmalen Landzipfel tief in das Gebiet des Okavango
hinein: dem Caprivi-Streifen. Dieses Grenzland zwischen Angola, Sambia, Simbabwe und Botswana ist dank der mächtigen Flüsse Okavango, Kwando und Zambesi die wasserreichste Region Namibias.
Die tropische Klimazone und der Wasserreichtum sorgen für eine dichte Vegetation und ein reiches Tierleben. Einen der landschaftlichen Höhepunkte stellen sicherlich die Popa Falls
dar, Stromschnellen des Okavango inmitten paradiesischer Natur. Über den neuen
Caprivi-Highway lassen sich auch attraktive Ziele wie die Victoria Falls
in Simbabwe oder der Chobe Nationalpark in Botswana problemlos erreichen. Mit Wartezeiten an der Grenze muss jedoch gerechnet werden und Benzin ist - wie überall im Land - nicht flächendeckend erhältlich.
der Küste zwischen dem Swakop-Tal und Lüderitz erstreckt sich Namibias größtes Naturschutzgebiet, der Namib-Naukluft-Park.
Schroffe Bergmassive, die sich bis zu 1.949 Meter über dem Meer erheben, und tief eingeschnittene Täler bilden mit leichteren und anspruchsvollen Strecken ein Paradies für Wanderer. Den Höhepunkt des Naukluft-Parks bildet jedoch mit Sicherheit das Sossusvlei - eine von imposanten Dünen eingeschlossene Lehmsenke. Nur alle zehn Jahre etwa füllt sich diese bei starken Niederschlägen mit Wasser, das nicht durch den Lehmboden sickern kann und dann für einige Zeit einen türkisblauen See bildet. Die umgebenden Dünen, die
ständig vom Wind verschoben werden, ragen zum Teil bis zu 300 Meter empor und zählen damit zu den höchsten der Welt.
Quelle: Kundenmagazin FREIZEIT 11/2010, Autor: Aldo Green
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