Entdeckerreise in die Königsstadt - Wochenendurlaub in Potsdam

 

In Potsdam braucht man kein Auto. Nahezu alles ist zu Fuß erreichbar. Reisen Sie deshalb bequem mit der Bahn an. Von Hamburg aus mit dem ICE nonstop bis Berlin in nur 90 Minuten und dann weiter nach Potsdam.

Holländisches Viertel in Potsdam

Im Holländischen Viertel hat Friedrich Wilhelm I. in der Zeit von 1732 bis 1742 insgesamt 134 Häuser errichten lassen, angeordnet in Karrees zwischen Kurfürsten- und Gutenbergstraße. Die Künstler und Handwerker, die dafür extra aus Holland angeworben wurden, sollten die preußische Wirtschaft bereichern und wurden mit diversen Sonderrechten ausgestattet. 

Heute lädt das charmante Viertel zum Flanieren, Genießen und Stöbern ein. Hier gibt es viele nette kleine Läden, Bars und Restaurants. 

Die Fußgängerzone auf der Brandenburger Straße, mit den vielen kleinen Seitenstraßen, gilt als Potsdams beliebteste Einkaufsmeile. Sie führt vom Bassinplatz gerade hinunter bis zum Brandenburger Tor. Nicht so bekannt wie das gleichnamige Tor in Berlin, ist es immerhin zwölf Jahre älter. Es wurde 1779 als westlicher Stadtausgang gebaut. Unserer Tage dient es besonders als begehrtes Fotomotiv. Auf der anderen Straßenseite liegt der Luisenplatz. Hier schießt der große  Wasserbrunnen seine meterhohe Fontäne in die Luft. 

Schlos Sanssouci Potsdam

Die  Allee nach Sanssouci verläuft vom Luisenplatz zum berühmten Park mit seinen Schlössern. Der Weg zum Park Sanssouci führt durch das Grüne Gitter, den Marlygarten, den Lustgarten bis hin zu den imposanten Terrassen des Weinbergs mit Schloss Sanssouci oben auf der Kuppe. Ein Anblick, der begeistert! Doch auch eine Führung durch das Innere des Schlosses lohnt sich. Wertvolle Gemälde und Skulpturen, kostbare Möbelstücke und kunstvolle Raumdekorationen, der originale Sterbesessel Friedrichs  im Arbeits- und Schlafzimmer. Viel Opulenz. Gleich nebenan steht das Orangerieschloss. 300 Meter ist es lang, zwischen 1851 und 1864 erbaut, architektonisch an italienischen Renaissance-Villen orientiert. 
 
Auch ein Besuch in das Sandmann-Haus auf dem Gelände der Babelsberger Filmstudios empfielt sich. Liebevoll arrangierte Modelle des Sandmännchens und seiner Fluggeräte und Fahrzeuge, seine Garderobe, seine ganze Welt. Viele weitere Kindheitserinnerungen warten hier: die Westermannstraße, das U-Boot Set, der Bauwagen von Löwenzahn, und und und. 
 
Die Tram fährt regelmäßig zum Krongut Bornstedt. Dieser ehemalige Sommersitz des Hohenzollernschen Kronprinzenpaares Friedrich Wilhelm und Vorctoria ist Teil des UNESCO-Weltkulturerbes. Das ganze Jahr über lädt das Krongut zu Hoffesten, Konzerten und Märkten ein. In den Gebäuden des Gutshofs finden sich die königliche Hofbäckerei,  der Hofflorist, der Barbier, die Pelzwerkstatt und das Brauhaus. Noch heute wird hier das hauseigene und älteste Bier Potsdams gebraut, das  „Bornstedter Büffel“ seit 1689. Hier befindet sich a uch das Zinnfiguren Museum.  Es handelt sich um die größte private Sammlung in Deutschland. Auf 850 Quadratmetern stehen weit über 25.000 Miniaturfiguren. 
 
Der Marstall  ist das älteste noch erhaltene Gebäude in der historischen Mitte Potsdams. 1685 entstand es auf Veranlassung des Großen Kurfürsten als Orangerie,  unter Friedrich Wilhelm I. ist es zum Pferdestall umgebaut worden. Nach umfangreichen Restaurierungsarbeiten eröffnete 1981 dann das Filmmuseum der DDR darin. Aktuell greifen wechselnde Ausstellungen unterschiedliche Themen der hiesigen und allgemeinen Filmgeschichte auf. Außerdem gibt es einen Kinosaal mit täglicher Vorführung. 
 

 

Quelle: Kundenmagazin FREIZEIT 07/2011, Autor: Yorck Hentz

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